Mein Schwiegervater ist an sich ein feiner Kerl. Er hat nur ein paar Überzeugungen zum Thema Nahrungsmittel, die wohl aus seiner Kindheit während des Krieges herrühren.
So ist für ihn Gemüse erst dann reif und essbar, wenn es tonnenschwer vom Halm zu Boden sinkt oder von allein abfällt. So bei Zucchini, Kürbis, Bohnen und Salat. Und bei Rucola.
Der Garten meiner Schwiegereltern ist nicht klein. Aber zu 65 % bedeckt von ca. 30 cm hohen, an harten Halmen wuchernden Rucola-Ästen, die von Konstistenz und Aussehen her an jungen Farn erinnern.
Rucola kenne ich aus guten Gemüseläden ja eher als zartes Blattgemüse, jung geerntet und mit köstlichem Aroma. Dann kann man daraus die leckersten Salate zaubern oder ihn als kleine Beilage sogar ganz ohne Dressing, nur mit etwas Salz und Olivenöl knabbern.
Nicht so mit dem ausgewachsenen Rucola von meines Schwiegervaters Gemüsebeet. Was tun mit vergreisten verhärteten, aber noch immer intensiv schmeckenden Rucola Stängeln, die auch nicht mehr wirklich gut aussehen? Meine Lösung: Die harten Stile ab, rein in den Mixer und mit etwas Meersalz, ein paar Händchen Pinienkernen etwas geriebenem Parmesan und einer gehörigen Portion gutem Olivenöl püriert ergibt am Ende ein zartes Rucola Pesto mit zauberhaftem Aroma. Und das Ganze auch noch in echter Bio-Qualität!!
Mit dem Pesto kann man Suppen verfeinern, Saucen zaubern, Salate krönen… Aber mir schmeckt es am besten ganz einfach auf einem leckeren Stück selbstgebackenem Brot!
Und so geht es: (mit handelsüblichen Mengen)
Zutaten:
Zubereitung:
falls Sie keinen Pürierstab haben
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